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12 Fragen zum Unternehmen

1. Was unterscheidet INDUS von anderen Beteiligungsgesellschaften?

INDUS teilt das unternehmerische Selbstverständnis und die Ziele der Beteiligungen und übernimmt die volle Eigentümerverantwortung – langfristig, ohne EXIT-Absichten.

INDUS unterstützt die Beteiligungen dabei aktiv, ihre Ertragskraft langfristig auszubauen. Dabei verzichtet INDUS auf eine Abschöpfungsstrategie.

INDUS nutzt die Kraft der Gruppe für die Stärkung des Einzelunternehmens – ohne die operative Souveränität der jeweils anderen Unternehmen zu beeinträchtigen.

2. Börse & Mittelstand: Wie lässt sich das miteinander vereinbaren?

INDUS trifft seine Entscheidungen ausschließlich aus unternehmerischen Überlegungen und mit langfristiger Ausrichtung. (Kurzfristige) Kursentwicklungen auf dem Börsenparkett spielen für die Umsetzung des Geschäftsmodells keine Rolle.

Somit kann INDUS seine langfristig angelegte Eigentümerstrategie, Geschäftsführungen in den Beteiligungsunternehmen konstruktiv zu unterstützen, ohne Abstriche umsetzen.

Gleichzeitig nutzt INDUS die unterschiedlichen Instrumente des Kapitalmarkts für die Realisierung der wirtschaftlichen Ziele. Das Eigenkapital über die Börse gehört dazu. Die Börsennotierung ermöglicht es zudem, dass sich auch Anleger mit überschaubaren Anteilen an mittelständischen Geschäftsmodellen beteiligen.

3. Welches Versprechen gibt INDUS seinen Aktionären?

INDUS will seine Aktionäre am Wachstumsmotor Mittelstand und seinem Potenzial beteiligen. Die Strategie zielt auf die Erwirtschaftung nachhaltiger und gesunder Erträge sowie das Erzielen einer stabilen Wertentwicklung. Die auf Diversifizierung ausgerichtete Portfoliopolitik soll diese Strategie stabilisieren.

INDUS will die Aktionäre mit regelmäßigen Dividendenauszahlungen am Geschäftserfolg beteiligen. Die Ausschüttungspolitik sieht vor, gut 50 % der Gewinne zur Stärkung der Gesellschaft zu thesaurieren und bis zu 50 % der Gewinne auszuschütten.

4. Welches Versprechen gibt INDUS seinen Beteiligungen?

Operative Unabhängigkeit und aktiver Dialog
Die Beteiligungen von INDUS bewegen sich in ihren Märkten selbständig. Parallel dazu unterstützt das Management die Geschäftsführungen im Rahmen eines regelmäßigen strategischen Dialogs. Aus dem Austausch kommen Prozesse in Bewegung und entstehen Ideen für die weitere Ausrichtung.

Wahrung der Kultur
Die Beteiligungen bleiben eingebunden in den Kontext, in den sie hineingewachsen sind. Sie behalten ihren Namen, ihre Mitarbeiter, ihre Besonderheiten. Sie arbeiten im operativen Geschäft mit den vertrauten Partnern.

Bankenunabhängige Finanzkraft
INDUS hält den Beteiligungsunternehmen die wirtschaftliche Kraft vor, so dass sie ihre Ideen verwirklichen und die Chancen im Markt ergreifen können. Parallel dazu achtet INDUS darauf, dass die Beteiligungen mit der Liquidität, die sie erwirtschaften, auch selbst weiterarbeiten können.

Wissenstransfer auf kurzem Weg
INDUS hält für die Geschäftsführungen ein aktuelles Managementwissen und Methoden vor, auf die sie bei Bedarf zurückgreifen können – zum Beispiel im Bereich Financial Engineering oder wenn es um rechtliche Fragen geht, etwa, wenn ein Unternehmen plant ins Ausland zu expandieren.

5. Warum ist das Lebenswerk eines Unternehmers bei INDUS gut aufgehoben?

Die Führung von INDUS gibt den Eigentümern eines Unternehmens ein Versprechen, für das die Gruppe mit ihrer Reputation einsteht: das zu bewahren, was der Unternehmer aufgebaut hat, und es verlässlich in die Zukunft zu begleiten. Das schließt den Erhalt der Kultur und den Schutz der wirtschaftlichen Unternehmenswerte ein.

Mit der Aufnahme in die INDUS-Gruppe wird das Unternehmen zudem in ein festes Netz eingebunden, so dass es zusätzlich gestärkt wird.

6. Inwiefern nutzt die diversifizierte Portfoliostruktur sowohl Aktionären als auch Beteiligungen?

Nutzen für die Aktionäre
Eine diversifizierte Portfoliostruktur macht das Wertpapier von INDUS tendenziell wertstabiler. Schlechte Entwicklungen von Portfolioteilen können durch gute Entwicklungen anderer Portfoliounternehmen ausgeglichen werden. Das verhindert übermäßige Kursschwankungen und ermöglicht, dass die Aktionäre im Normalfall auch in schwierigeren Zeiten über eine Dividende am Erfolg der Gruppe als ganze partizipieren können.

Nutzen für die Beteiligungen
Über die Gruppenzugehörigkeit erhalten die Beteiligungen wirtschaftliche Unterstützung – im Idealfall zur weiteren positiven Entwicklung, bei Bedarf aber auch zur Überbrückung von schwierigeren Phasen. Die Diversifizierung stellt sicher, dass nicht alle Unternehmen in unterschiedlichen Zyklen unterwegs sind. So verfügt die Holding im Normalfall jederzeit über genug Mittel, um sie für die jeweiligen Zwecke zur Verfügung zu stellen.

7. Warum wird INDUS auch in 20 Jahren noch erfolgreich sein?

Mit dem Konzept „buy & hold & let develop“ verfolgt INDUS eine Strategie, die sich auf zwei Säulen stützt: unbedingte (wirtschaftliche) Stabilität und permanente Bewegung. Damit kann sich INDUS sehr flexibel auf unterschiedliche Marktentwicklungen einstellen.

Hinzu kommt die breite Streuung im Portfolio. INDUS besteht aus vielen starken und diversifiziert aufgestellten Mittelstandsunternehmen. Sie sind feste Größen in unserer Gruppe und bilden in ihrer Summe einen Querschnitt der wesentlichen Industrien ab.

Dass diese Strategie funktioniert, hat INDUS in mittlerweile fast drei Jahrzehnten deutlich belegt. Das Unternehmen hat sich kontinuierlich entwickelt – auch in den Phasen, die durch ein wirtschaftlich schwieriges Umfeld gekennzeichnet waren.

8. Wie stabil ist die INDUS-Strategie?

Die Unternehmensführung von INDUS stand in der Vergangenheit und steht auch heute für absolute Kontinuität hinsichtlich des Geschäftsmodells und seiner strategischen Umsetzung. Dies spiegelt sich unter anderem wider in langjährigen Führungsbesetzungen und langfristig ausgerichteten – und das heißt börsenkursunabhängigen – Entscheidungen.

Der wichtigste Garant für die Stabilität der INDUS-Strategie ist der Erfolg im Markt. Angesichts der zunehmenden Aktualität des Themas „Nachfolgeregelung“ wird das Geschäftsmodell von INDUS in den kommenden Jahren voraussichtlich auf eine steigende Nachfrage stoßen.

9. Bedeutet der Internationalisierungsweg, dass INDUS in Zukunft auch Beteiligungen außerhalb des deutschsprachigen Raums erwirbt?

INDUS fokussiert sich auf Mittelstandsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Dies schließt aber Beteiligungen an einem Unternehmen in anderen Ländern auf zweiter Ebene, das heißt einen Unternehmenserwerb durch die Beteiligungen, nicht aus.

Mit der Intensivierung ihres Internationalisierungskurses werden sich unsere Beteiligungsunternehmen zunehmend auch im Ausland mit festen Stützpunkten verankern. Über strategische Zukäufe auf zweiter Ebene werden voraussichtlich auch weiter ausländische Unternehmen zu unserer Gruppe stoßen.

Auslandsbeteiligungen im nichtdeutschsprachigen Raum auf erster Ebene sind nicht vorgesehen. Ein Grund dafür ist, dass eine Integration in die Gruppenkultur der INDUS und damit auch die Begleitung des Unternehmens einen erhöhten Aufwand mit sich bringen würde.

10. Wie findet INDUS neue Beteiligungen?

Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Der eine ist, dass uns Unternehmer, Banken oder Mittler direkt ansprechen. Über die Jahrzehnte hat sich INDUS im Umfeld eine Reputation erarbeitet, so dass auf diesem Weg in der Vergangenheit eine ganze Anzahl von Unternehmen zu uns gefunden hat.

Der zweite ist, dass wir auf andere Unternehmen zugehen. Diesen Weg sind wir verstärkt in den vergangenen Jahren gegangen. Dazu haben wir Zielmärkte bzw. Zukunftsbranchen definiert (siehe Frage 11), die wir uns strukturiert auf passende Partner anschauen. Bei der Auswahl legen wir feste Kriterien an, die uns sichere Entscheidungen erlauben.

11. Welche Unternehmen sucht INDUS?

INDUS schaut auf wirtschaftlich gesund aufgestellte Mittelstandsunternehmen aus dem produzierenden Sektor. Ihr Geschäftsmodell ist tragfähig und besitzt das Potenzial für eine strategische Weiterentwicklung. Im günstigen Fall operieren sie in einer der Branchen, die wir für uns als Zukunftsbranchen identifiziert haben (siehe Schaubild).

12. Wem gehört INDUS?

Als börsennotiertes Unternehmen gehört INDUS seinen Aktionären. Sie unterstützen mit ihren Anteilen die Ziele und den langfristigen Kurs der Unternehmensführung. Zur Stabilisierung dieses Kurses hat INDUS in den vergangenen Jahren mit der Versicherungskammer Bayern einen Ankeraktionär gefunden, der diesen Kurs nachhaltig unterstützt.