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INDUS erwirbt Weltmarktführer in der Nische

Bergisch Gladbach, 07.06.2016


• HEITZ-Gruppe aus Melle wird elftes Unternehmen im Bereich Bau/Infrastruktur
Internationaler Spezialist für hochwertige Echtholzfurnierkanten mit rd. 30 Mio. Euro Umsatz

Wie für das laufende Jahr bereits angekündigt, hat sich INDUS mit einer Akquisition im Bereich Bau verstärkt. Heute wurde der Kaufvertrag für die H. HEITZ Furnierkantenwerk GmbH & Co. KG mit Sitz in Melle unterzeichnet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt.

Die HEITZ-Gruppe produziert Furnierkanten und Ummantelungsfurniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie. Nach eigenen Angaben ist Heitz weltweit einer der größten Anbieter in diesem Segment. Produziert wird am Stammsitz in Melle sowie am Zweigwerk im ungarischen Pusztaszabolcs (50 km südlich von Budapest); zur Gruppe gehört zudem eine Niederlassung im US-amerikanischen Heath (Ohio). Der Furnierkantenmarkt ist international, die Exportquote von Heitz liegt derzeit bei rund 70 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 (31. März) hat die Gruppe mit rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 30 Mio. Euro erzielt.

Die Kundenbasis ist breit, darunter sind hauptsächlich Möbelhersteller, Kunden aus Handel und Handwerk sowie Unternehmen aus der Ummantelungs-, Türen- und Fensterindustrie. HEITZ hat in den vergangenen Jahren von zwei Trends maßgeblich profitiert: dem Trend zur Verschlankung von Produktionsprozessen in der Möbelindustrie durch die Auslagerung von Wertschöpfung und dem wachsenden Kundenwunsch nach hochwertigeren Möbeln auch im unteren Preissegment. So liefert HEITZ heute u.a. Furnierkanten für eines der wohl meistverkauften Möbel der Welt, das „Billy“-Regal von IKEA.

„Mit der Heitz-Gruppe erwerben wir einen hochprofitablen, international aufgestellten Marktführer in einer Nische, der einen langfristigen Investor suchte, um sein Unternehmen in neue Hände zu geben“, so Jürgen Abromeit, Vorstandsvorsitzender von INDUS. „Das ist sozusagen der Prototyp eines klassischen INDUS-Deals. Gleichzeitig haben wir uns damit in einem unserer angestammten Segmente verstärkt, denn angesichts der boomenden Baubranche in Deutschland und einem international anhaltenden Trend hin zu hochwertigem Wohnen sehen wir in Heitz nicht nur ein attraktives Investment, sondern auch gute Chancen für weiteres Wachstum.“

Die beiden derzeitigen geschäftsführenden Hauptgesellschafter Guido und Ralf Heitz haben ihr Unternehmen im Rahmen einer Nachfolgeregelung an INDUS veräußert, bleiben aber als Geschäftsführer in der Verantwortung. „Wir haben uns bewusst für INDUS entschieden, eine aufgrund ihrer hohen Reputation im Markt für Unternehmensnachfolge sehr gute Adresse, auf deren Zusagen wir uns langfristig verlassen können. INDUS wird weiter investieren und das Unternehmen entwickeln. Damit zeigen wir vor allem auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie stark wir an eine weiter erfolgreiche Zukunft von Heitz glauben“, begründet Guido Heitz die Entscheidung.